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Boote – Dingi und Gig

Dienstag, 28. Oktober 2008, 20:45 Uhr
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Ein Boot chartern ist heute ohne Schwierigkeiten möglich. Dabei sollten dem Mieter des Bootes allerdings auch die gängigen Fachbegriffe der Seemannssprache bekannt sein. Als Dingi, Dinghi oder Tender wird zum Beispiel ein kleines Beiboot bezeichnet. Meist ist dies ein Schlauchboot. Dieses kann von einer einzelnen Person gesteuert werden. Der Antrieb erfolgt entweder durch einen Außenbordmotor oder durch Riemen. Grundsätzlich stammt das Dingi aus Ostindien, genauer Bengalen. Hier wird es als Dinghi bezeichnet. In Ostindien wurde das Boot als einfaches Plankenboot ohne Spanten oder Kiel gebaut. Im Laufe der Zeit bürgerte sich der Name Dingi auch bei der deutschen und englischen Marine ein. Ab dem 19. Jahrhundert wurde ein kleines Beiboot in Knickspannbauweise so bezeichnet. Generell wurde es von einer Person gerudert und zur Beförderung von Personen genutzt. Die Gig ist ein schlankes, leichtes und geklinkert gebautes Ruder-Beiboot. Es weist eine Hilfsbesegelung auf und stammt aus der Zeit der Segelschiffe. Im Durchschnitt weist das Beiboot eine Länge von etwa 7 Meter auf. Meist sind diese Boote nicht breiter als 1,6 Meter. Wegen der geringen Breite sind die Ruderbänke des Wasserfahrzeugs nur durch jeweils einen Ruderer besetzt.

Meist kommen nicht mehr als 6 Ruderer zum Einsatz. Verglichen mit anderen Beibooten galten die Riemen der Gigs als länger. Besondere Ruderer konnten über kürzere Distanzen sehr hohe Geschwindigkeiten erzielen. Generell stand das Gig auf Handels- oder Kriegsschiffen dem Kommandanten oder Kapitän zur Verfügung. Deshalb bezeichnete man das Boot häufig auch als Kapitänsgig. In der Regel wurde das Gig an großen Segelschiffen am Heckdavit oder Heckbalken in hängender Form mitgeführt. Dadurch konnte es sehr schnell ausgesetzt werden. Gigs wurden auf Walfangschiffen auch als Fangboote eingesetzt.

Sie befanden sich zum Einsatz bereit an beiden Bordseiten des Schiffs hängend. Ein Gigboot gilt auch als im Rudersport genutztes Boot, welches oben offen und 78 cm bis 100 cm breit ist. Dabei variieren die Ruderplätze zwischen 1 und 8. Hierbei wird es für den Übungsbetrieb oder beim Wanderrudern genutzt. Durch die Einführung der Elektrizität verloren Gigs an Bedeutung. Die moderne Bootsvermietung wie auch der Motorbootcharter werden nur sehr selten Gigs anbieten.








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