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Holotropes Atmen und transpersonale Selbsterfahrung

Mittwoch, 28. Mai 2008, 15:24 Uhr
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Transpersonale Selbsterfahrung meint die Arbeit in dem Bereich, der über die Person herausreicht, jenseits unser alltäglichen Wahrnehmung liegt (von lateinisch trans= über, durch, jenseits und persona=Person). Die transpersonale Selbsterfahrung führt somit über die gewohnten Zeit- und Raumgrenzen hinaus, es können (neue) Zugänge zu spirituellen und mystischen Dimensionen gefunden werden.

Holotropes Atmen (nach Stanislav Grof) heißt übersetzt „sich auf Ganzheit hinbewegend“. Durch die Anwendung dieser Atemtechnik soll der Eintritt in unbewusste Erfahrungsbereiche erreicht werden. Ziel hierbei ist die Ganzheit durch die Integration bislang unzureichend integrierter Persönlichkeitsanteile.

Wie läuft eine Sitzung in Holotropem Atmen ab?

Der Teilnehmer liegt auf einer Matratze und wird vom Therapeuten begleitet. Beginnend mit einer Entspannungsübung, damit die Kontrolle langsam aufgegeben werden kann, wird der Teilnehmer in die holotrope (beschleunigte) Atmung angeleitet und begleitet. Dadurch wird ein erweiterter Bewusstseinszustand erreicht (ähnlich wie bei der Einnahme von LSD), wodurch es zu einer Veränderung der Hirnfunktion kommt: die Betawellen des Wachzustandes werden verdrängt von Theta- und Deltawellen, durch die die Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Die holotrope Atmung führt zu einer Kartharsis, die sich durch Freisetzung von angestauten Energien, Gefühlen, Impulsen, Muskelzucken etc. äußert.

Begleitet wird dieser Prozess durch prozessuale Körperarbeit, evokative Musik und intuitives Malen. Dabei begleitet der Therapeut diesen Prozess direkt am Teilnehmer, in Gruppen übernimmt er die Anleitung aller, die Teilnehmer arbeiten dann in Zweiergruppen.

Durch diese Arbeit können verborgene Persönlichkeitsanteile auftauchen (Geburtserlebnisse, lebensgeschichtliche Themen, vorgeburtliche Erfahrungen, karmische Verstrickungen etc.), die bearbeitet werden und so in das Selbst integriert werden können. Durch dieses Wiederlerleben von Inhalten der eigenen Biographie und auf perinataler Ebene kann Heilung erfahren und ggf. traumatische Erfahrungen aufgelöst werden.

Am Ende der Sitzung findet ein Austausch ín der Gruppe oder Kleingruppe statt, in der das Erlebte ausgetauscht und in den Alltag integriert werden kann.








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